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Der Wildapfelbaum

Der WildapfelbaumMalus sylvestris

Der Wildapfel zählt zu den vom Aussterben bedrohten einheimischen Baumarten. Innerhalb seines natürlichen Verbreitungsareals, welches die Bundesrepublik Deutschland einschließt, besiedelt der Wildapfel normalerweise Standorte im Bereich der Nässegrenze des Waldes, wo die Konkurrenzkraft besonders gegenüber der Buche deutlich größer ist. Periodisch stark vernässte Auenstandorte oder Randbereiche von Bruchwäldern erhöhen deshalb die Wahrscheinlichkeit, Wildapfelrelikte anzutreffen.

Andererseits sind diese potenziell natürlichen Standorte durch menschliche Einflussnahme leider in großem Maßstab verloren gegangen. Vorkommen von Wildäpfeln beschränken sich daher meist auf Einzelindividuen oder Kleinstgruppen, die räumlich weit voneinander entfernt liegen.

Eine Förderung älterer Bäume, beispielsweise durch Freistellung, kann meist nur die Fortentwicklung bis zur natürlichen Altersgrenze sichern.
Eine vegetative Vermehrung der Altbäume über Pfropfreiser und die Zusammenführung vieler Einzelexemplare auf Plantagen zur Saatguterzeugung kann die Erhaltung des Wildapfels dagegen langfristig sichern. Werden die aus dem Plantagensaatgut angezogenen Sämlinge in den Wald oder die freie Landschaft ausgepflanzt, wird neben der Arterhaltung gleichzeitig ein Beitrag zur Erhöhung der genetischen Vielfalt geleistet.

Holzäpfel wurden schon zur Zeit der Pfahlbauten genutzt. Die Früchte sind gedörrt oder gekocht genießbar. Seit der Verbreitung des Kulturapfels hat der Holzapfel keinerlei wirtschaftliche Bedeutung mehr.