Eine Erinnerung an den Galgen
Peinliche Halsgerichtsordnung von Kaiser Karl V.

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Ein „Denkmal" wurde jetzt dem Galgen gesetzt, an dem zu Zeiten Kaiser Karls V. einige Delinquenten ihr Leben lassen mussten. Erhard Celentin, Wanderführer des Sauerländischen Gebirgsvereins freute sich, im Beisein von Mitgliedern des SGV Werner Hofmann vom Heimatverein Nümbrecht, Emil Funk vom Heimatverein Wiehl und der stellvertretenden Ortsvorsteherin von Prombach, Doris Henkel die Gedenktafel präsentieren zu können. Oberhalb des Dorfes Prombach ereigneten sich im 16. Jahrhundert schaurige Geschichten. Unter Kaiser Karl V fanden auf dem Hügel die Vollstreckungen der Todesurteile statt. Sieben mal durch Erhängen, vier mal durch Enthauptung, einmal durch Vierteilen und einmal durch Verbrennen. Eine Gedenktafel, die hier vom Heimatvefein Nümbrecht, des SGV und der Dorfgemeinschaft  Prombach
aufgestellt wurde, soll an die Geschehnisse erinnern. Wie
schon auf der ersten Mercatorkarte von 1575 lautet der Flurname heute noch "Auf dem Dreiort" nächst dem Galgen". Die Hinrichtungsstätte wurde seinerzeit von der "Kahlen Anhöhe" westlich von Abbenroth, an die historische Brüderstraße verlegt. Auf der Tafel ist zu lesen: "Hier, nordwestlich von Prombach, früher Proemerik genannt, wurde auf der Kahlen Anhöhe die "Constitutio Criminalis Carolina", die Peinliche Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V, vollzogen. Hier fand von 1520 bis 1570 die Vollstreckung der Todesurteile statt. Gemäß gesetzlicher Gebührenordnung erhielt der Scharfrichter 10 Schilling für das Erhängen sowie die Enthauptung, 12 Schilling für das Vierteilen und 6 Schilling für das Verbrennen. Die Richtstätte wurde später an einen Platz westlich von Abbenroth verlegt".

 

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