173 km auf dem Frankenweg:
Von Höhenberg nach Harburg

SGV Homburger Land erwanderte 520 km - vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb.

Die SGV-Abteilung Homburger Land e.V. erwanderte den Frankenweg von Blankenstein am Rennsteig bis nach Harburg an der Wörnitz in drei Etappen. Insgesamt 520 km wurden erwandert. Elf Mitglieder nahmen die letzte Etappe mit 173 km von Neumarkt-Höhenberg bis Harburg unter die Wanderschuhe. Von Saale und Selbitz bis zur Wörnitz.
Bis auf einen Regentag war das Wetter hervorragend, die Ausblicke wieder aus-gezeichnet.

Mit 13,9 km von Höhenberg, bis Döllwang war es gemächlich. 16,5 km waren es am nächsten Tag bis Berching, dem Rothenburg der Oberpfalz.
Vermisst wurden Bänke, auch an den schönsten Aussichtspunkten gab es keine. Dafür aber Dutzende von Hinterhalten, um dem Wild aufzulauern. Eine morsche Bank aus der Zeit der Flurbereinigung haben wir dann doch gefunden! 23,8 km waren es von Berching nach Thalmässing. Mehrere steile Anstiege.
Wo einkehren? In Obermässing öffneten die beiden Gaststätten erst um 17,00 Uhr. Rettung brachte ein kleiner Bäckerladen, gegessen haben wir auf den Bänken auf dem Friedhof. In Lohen kurz nach der Überquerung der ICE-Strecke Nürnberg - Ingolstadt dann eine Überraschung. Horst Blum bittet uns, auf seiner Sitzgruppe auf der Terrasse Platz zu nehmen; er versorgt uns mit Getränken. Gegen 18,40 Uhr erreichten wir Thalmässing. Am nächsten Tag standen 22,6 km zum Naturfreundehaus bei Weißenburg an, die es aber in sich hatten. Die Wege waren durchweg in sehr schlechtem Zustand. Wir kommen nicht voran und keine Einkehrmöglichkeit. In Kaltenbuch gab es eine Gaststätte, die aber nur sporadisch öffnet. Wir konnten die Wirtin überzeugen, uns Kaffee zu machen. Und dann holte Sie auch noch die Teilchen, die sie zum Eigenbedarf beim Bäcker eingekauft hatte! Gut gestärkt mit Blick auf die Wülzburg gingen wir die letzten 7 km an. Gegen 18,55 Uhr erreichten wir das mitten im Wald gelegene Naturfreundehaus.

Schweißtreibend war am nächsten Tag der Aufstieg zur Wülzburg.
Der 6. Wandertag war auch der erste Regentag. Zum Schluß der Abstieg durch die "Steinerne Rinne", ein Naturdenkmal mit 130 m Länge und bis zu 1,60 Meter Höhe, nach Wolfsbronn. Die Kurzenaltheimer Rinne am nächsten Tag war wesentlich kürzer. Dafür ging es steil den Berg hinauf. Jeder mußte sich seinen Weg suchen. Ein paar Stufen wären hilfreich gewesen. In Hohentrüdingen wollte uns ein junger Mann, den wir nach nicht vorhandenen Einkehrmöglichkeiten gefragt hatten, seine Mutter mitgeben: "Sie würde den ganzen Tag nur auf dem Sofa sitzen"! Der Weg von Hechlingen am See bis Wemding über 16,9 km brachte die üblichen Steigungen. Zum Schluß noch die Besichtigung der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein.
Der 8. und letzte Tag ging über 18 km nach Harburg, einer interessanten Stadt am Ries. In Honheim wurde die Wörnitz erreicht, die mitgeführten Steine wurden hinein geworfen.

Es war geschafft, 520 km auf dem Frankenweg waren Geschichte!